Die Geschichte

Es ist schon beinahe ein Kuriosum:

Das Gebäude ist seit ungefähr 270 verschwunden, aber sein Name wird im allgemeinen Sprachgebrauch noch immer verwendet und verdrängt sogar die offizielle Bezeichnung. Die Rede ist vom „Schlößle“ jenem beschaulichen Weiler in einer idyllischen Waldlandschaft mit dem amtlichen Namen Bertenbreit. Das Schlösschen, das einmal dort stand, lebt aber – obwohl es nur etwa 75 Jahre alt wurde – in der Erinnerung weiter.

Bertenbreit war früher ein Gut des Klosters Kaisheim. Im Jahre 1738 ein Jahr vor seinem Tode ließ der baufreudige Abt Rogerius II. Friesl dort ein Schlösschen errichten. Wahrscheinlich hat den Abt die schöne Aussicht über den Ramhof nach Donauwörth zu diesem Bau bewogen, der ausschließlich als Sommersitz gedacht war, da keinerlei Heizmöglichkeit vorgesehen war. Ein zeitgenössischer Stich im Stadtmuseum zu Nördlingen zeigt dieses Schlösschen als einen zweigeschossigen Bau mit fünf Fensterachsen, bedeckt mit einem Walmdach mit drei Dachgauben. Umrundet wurde das Schlösschen mit 4 Ecktürmen, gekrönt mit Zwiebelhauben.

Zwischen den Wirtschaftsgebäuden im Norden befand sich die Einfahrt zum Schloss, während sich nach Süden „ der große Garten“ vermutlich eine Parkanlage, anschloss. Der obere Garten, der im Nordosten der Wirtschaftsgebäude angelegt war, dürfte als Nutzgarten verwendet worden sein. Es ist nicht bekannt, wie oft diese Schlösschen von den Kaisheimer Äbten zu Erholungszwecken aufgesucht wurde

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